Seit den glorreichen Tagen eines Darren Woodson sind die Dallas Cowboys auf der Suche nach einem überdurchschnittlichen Safety. Nach den ersten beiden Spielzeiten von Roy Williams schien die Suche zunächst erfolgreich beendet. Williams brannte jedoch schneller ab als eine Papierlaterne, womit das Scouting Department wieder einmal Safeties ganz oben auf der Einkaufsliste haben.
Worauf aber sollten das Scouting Team rund um Tom Ciskowski besonderen Wert legen, wenn sie die Tapes der zukünftigen Draft Picks anschauen?
1. Playmaking Ability
Das genaue Gegenteil eines Playmakers war in der vergangenen Saison Abram Elam. Elam spielte solide, keine Frage: er wurde selten auf dem falschen Fuß erwischt und ließ (anders als Roy Williams) selten tiefe Completions zu. Gerade wenn es um die Investition des 1st Round Picks geht, sollte man aber sicher gehen, dass der Spieler eine Nase für den Ball hat. “Impact Plays” ist das Zauberwort. Technik kann antrainiert werden, Playmaking-Ability jedoch nicht.
2. Reichweite
Auf diesem Punkt baut die Playmaking Ability letztendlich auf. Eine adäquate Reichweite ermöglicht es einen Pass an der Seitenlinie abzuwehren, wenn man zu Beginn des Spielzugs in der Mitte des Feldes postiert war. Neben reiner Geschwindigkeit muss ein Safety eine schnelle Reaktionszeit sowie Football-Intelligenz haben, um frühzeitig die Entwicklung eines Plays abschätzen und sich entsprechend positionieren zu können.
3. Coverage Skills
Viele Defensive Coordinators bevorzugen auch bei 3-Receiver Sets ihre Basis-Defense auf dem Feld zu lassen. Daher gehört häufig auch die Coverage der Slot Receiver in den Aufgabenbereich von Safeties. Und auch wenn in der NFC East kein Jimmy Graham oder Vernon Davis in der NFC East zu Hause ist, muss ein Top-Safety immer auch die Fähigkeit haben innerhalb der 20 Yards hinter der Line of Scrimmage gegen physisch überlegene TEs zu bestehen.
4. Toughness
“Terence Newman rutscht auf die FS-Position” war auch letzte Saison eine verbreitet propagierte “Lösung” für die Herausforderung in der Secondary der Dallas Cowboys. Der gleiche Terence Newman, der sich bei jedem Tackle auf dem Boden zusammen kauert!? In der heutigen NFL werden Safeties mit einer “Mean Streak” bevorzugt. Safeties, die sich nicht scheuen auch bei Laufspielzügen die Blocker sowie den Ballträger zu attakieren.
Alles in allem sind die Anforderungen an ein Safety-Prospect also extrem hoch! Ein Spieler, der die meisten dieser Fähigkeiten in sich vereint ist Alabama’s Mark Barron. Barron ist warscheinlich kein Kandidat an #14. Sollten Sich die Cowboys aber entschlissen runter zu traden, könnte Barron eine interessante Alternative sein.