Monte Kiffin’s 4-3 Defense – wer passt wohin?

Mit der Verpflichtung von Monte Kiffin erhält die 4-3 Ddefense wieder Einzug bei den Dallas Cowboys. Ein System, das den langjährigen Fans noch aus der Zeit von Mike Zimmer bekannt sein sollte. Zimmer hatte mit Spielern wie Dat Nguyen, Dexter Coackley und La’Roi Glover in Dallas ein ähnliches System wie Monte Kiffin in Tampa implementiert. Und das mit großem Erfolg.

Die interessanteste Frage in Bezug auf das System von Monte Kiffin ist die personelle Umstrukturierung bzw. die Frage, welche Spieler aus dem aktuellen Roster wie in die neue Aufstellung passen.

Defensive Line
DeMarcus Ware wird ohne Frage auf die Position des Defensive End rutschen – eine Position die er in Troy am College bereits bekleidet hat. Mit Blick auf Spieler wie Dwight Freeney, Robert Mathis oder John Abraham sollte seine Physis dabei kein Hindernis darstellen.

Die große Frage ist, ob die Dallas Cowboys tatsächlich Anthony Spencer als Gegenpart weiterverpflichten wollen. Auch Spencer hat am College von Purdiue als Defensive End gespielt, hat also bereits Erfahrung auf dieser Position. Spencer bleibt jedoch eine finanzielle Herausforderung, egal ob er mit einem 10,8 Mio. $ Franchise Tag oder einem langfristigen Vertrag ans Team gebunden werden soll.
Hier könnte der Draft eine Rolle spielen. Der Anspruch der Position des DE ist nämlich wesentlich geringer als der des OLB in einer 3-4. Insofern könnte man hier auf einen Rookie vertrauen.

Jay Ratliff und Jason Hatcher wird das neue System extrem entgegen kommen. Ratliff sollte – ähnlich einem Warren Sapp in Tampa – die Position des 1-technique Tackles übernehmen, dessen Hauptaufgabe es sein wird, sich so schnell wie möglich Richtung QB zu bewegen. Damit wird er von den “Gap-Control” Aufgaben und ständigen Double Teams eines 3-4 Nose Tackles entbunden, was seine Karriere wesentlich verlängern sollte.

Hatcher könnte mit seinen 6’6” und 305 lbs. als 3-technique auflaufen und damit jede Menge 1-on-1 Matchups mit dem Guard erhalten. Sein Backup könnte Tyrone Crawford werden, der ebenso als End denkbar ist.

Sean Lissemore ist als Backup für beide Tackle-Positionen geeignet.

Linebackers

Sean Lee wird der neue/alte Mike, Bruce Carter spielt (ähnlich einem Derrick Brooks) die “Will” Position. Perfekte Spots für die beiden! Als Backup wäre ein Earnie Simms sicherlich interessant, der aufgrund seiner Physis in einer 3-4 eher als Sto-Gap Lösung zu sehen war.

Für die Positon des “Sam” kommen Dan Connor, Alex Albright oder auch Kyle Wilbur als Kandidaten aus dem eigenen Roster in Frage. Mein Tip ist Albright, der eine wirklich gute Saison gespielt hat und die Coaches durch Toughness und gutes Spielverständnis überzeugen konnte.

Cornerbacks
In Monte Kiffin’s System machte sich Ronde Barber aufgrund seiner starken Laufverteidigung einen Namen. Diese Erwarteung müssen die Cowboys-Cornerbacks von nun an erfüllen: viel, viel Run-Support. Außerdem werden die CBs häufig in der Press-Coverage eingesetzt, egal ob in Zone- oder man-to-man Situationen. Das sollte den Fähigkeiten von Carr und Claiborne entgegenkommen.

Safeties
Bisher scheinen alle Positionen aus dem aktuellen Roster adäquat besetzt werden zu können. Das einzige Fragezeichen bleiben die Safeties (ist das etwas Neues?!). Denn wenn sich die Cornerbacks in eine Zone-Coverage zurückfallen lassen (um die Outs und Comebacks zu unterbinden), sieht das System von Monte Kiffin vor, dass die Safeties die Post-Routen abdecken müssen. Das könnte zu einem Problem werden.

Ob auf Barry Church Verlass sein wird, ist nach seiner Achillessehnen OP fraglich. Gerald Sdensabaugh ist von Typ auch eher ein Strong Safety und kein Spieler, den man dauerhaft 1-gegen-1 mit Receivern auf einer Post-Route sehen möchte. Insofern erscheint erneut ein “echter” Free Safety auf dem Radar der Draft Analysten (z.B. Texas’ Kenny Vaccaro).

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One Response to “Monte Kiffin’s 4-3 Defense – wer passt wohin?”

  1. boys hannes 12. Januar 2013 at 15:10 #

    Bin gerade über die Seite gestolpert, und muss sagen, guter Content :)

    Schöner Artikel, gut auch mal die richtigen Bezeichnungen an richtiger Stelle zu lesen… Das ist bei manchen deutschen Medien nicht umbedingt der Fall.
    Generell, Kiffin’s System hängt ein wenig dem modernen Angriffsspiel hinterher und er muss sich sicherlich etwas anpassen (press-coverage & zone play…). Es wird eine große Umstellung nach mehreren Jahren, aber gerade aus der Kritik heraus kann man sich entwickeln, wenn es nicht klappt dann wussten es eh alle vorher. Ich hoffe man behält Alex Albright, extrem uniquer Player mit seiner Größe und Schnelligkeit in Kombination. Man sollte auf ihn bauen, gerade wenn es um Drop-back-coverage vom ILB geht.
    Auf der Safety-Position muss was gemacht werden. Im allgemeinen aber eine gute Analyse des D-Kaders.

    PS. Ich hoffe, dass Werner im Draft etwas abrutscht und Dallas sich ihn angelt, outside pressure von Ware und Werner? W-W? das wäre monströs und Werner könnte sich in Ruhe hinter Ware entwickeln. Bleibt aber eher Wunschdenken…

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