Die Dallas Cowboys gaben gegen die New York Jets über 3/4 des Spiels eine überzeugende Vorstellung. Allein das vierte Quarter brachte mit drei Turnovers und 17 Jets-Punkten die bittere Niederlage. Die erste übrigens in der Geschichte der Cowboys nach einer 14 Punkte Führung in Quarter 4. Danach hatten die Medien eine Woche lang Zeit sich an Sündenbock Tony Romo aus zu toben. Letzterer hatte ebenso viel Zeit seinen Fumble und seine Interception zu vergessen und sich auf das Spiel der Cowboys gegen die 49ers vorzubereiten.
Doch es gab neben den fragwürdigen Entscheidungen Romo’s, dem Patzer der Spcial Teams und der bedenklichen Kondition von Dez Bryant auch sehr viele positive Aspekte, die mich positiv auf das kommende Matchup blicken lassen. So zeigte die Defense der Dallas Cowboys unter neuem Coordinator Rob Ryan eine wirklich ordentliche Leistung. Die D überzeugte mit aggressiver Spielweise und jeder Menge exotischer Blitz-Packages, die Jets QB Mark Sanchez nie zur Ruhe kommen liessen…mal abgesehen vom vierten Quarter.
Am kommenden Sonntag steht den Cowboys dann ein Alex Smith gegenüber, über dessen 124 Yards und 1 Touchdown im Opener so mancher Analyst in Verzückung geriet. Nichts für ungut Mr. Smith, aber selbst die sehr verletzungsgebeutelte Secondary der Cowboys sollte keine schlaflosen Nächte haben – immer vorausgesetzt der Cowboys Pass Rush nimmt sich am Sonntag keine Auszeit.
A propos Pass Rush: es war schön zu sehen, dass Linebacker Anthony Spencer vergangenens Wochenende einen Sack verbuchen konnte und damit seiner “ich werde in Zukunft keine Spielzüger mehr Pause machen”-Ansage auch Taten folgen liess. Die Dallas Cowboys brauchen Spencer im Backfield der gegnerischen Teams. Denn auf einen Alex Smith folgen noch ganz andere Kaliber, die es in Schach zu halten gilt.
Auch auf einem anderen Linebacker ruhen gegen die 49ers wieder zahlreiche Blicke: 1st year Starter Sean Lee spielte überragend und sammelte 9 Tackles sowie eine Interception. Lee spielte mit viel Selbstvertrauen und einem gesunden Maß an Aggresivität. Zuletzt viel er häufiger dadurch auf, Spielzüge zu überlaufen und dadurch den Tackle zu verpassen. Nicht so gegen die Jets. Gegen die 49ers wird er die ein oder andere Begegnung mit TE Vernon Davis haben und spielt dadurch nicht nur in der Laufverteidigung eine Schlüsselrolle in der Cowboys D.
In deren Secondary rutscht übrigens der kürzlich verpflichtete Frank Walker für Orlando Scandrick in die Lineup. Diese hat es mit Michael Crabtree und Braylon Edwards zu tun – große Namen, die gegen die Seahawks jedoch nur einen Catch für drei Yards bzw. drei Catches für 27 Yards erzielten. Die Wide Receiver sind irgendwie halt doch immer nur so gut wie ihr Quarterback… Neben Edwards und Crabtree wäre noch RB Frank Gore zu erwähnen. Wobei, 78 Total-Yards sind nicht wirklich erwähnenswert.
Um nochmal den Bogen zur Offense und Tony Romo zu schlagen: der bekommt am Sonntag voraussichtlich einen neuen Guard in seine Line gestellt. Derrick Dockery soll wohl Bill Nagy ersetzen. Nagy ist nicht nur verletzungsbedingt angeschlagen sondern spielte dazu auch eine schwache Partie. Zu keinem Zeitpunkt schien er einen Push beim Laufspiel generieren zu können.
Zu Guter letzt: Natürlich sind die Leistungen aus Woche 1 nicht wirklich aussagekräftig für die Stärke eines Gegeners. Insgesamt sind die Dallas Cowboys aus meiner Sicht aber gut aufgestellt gegen die 49ers. Der größten Herausforderung wird wohl die Passverteidigung entgegen sehen. Hier müssen die Kollegen DeMarcus Ware, Anthony Spencer und Co. in die Bresche springen.
Cowboys win 24 – 13
Hi Chris,
ich hoffe du behälst recht mit deinem Tipp!
Snorky
Hey Snorky, vielen Dank für dein Feedback! Immer so eine Sache mit den Tipps zum Gameday… :0) Immerhin, Peter King von SI.com hat ähnlich getippt.